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Biogas

Nachwachsende Rohstoffe sind heute bereits die wichtigste regenerative Energiequelle in Deutschland und in vielen Ländern der Welt. Dieser auch als Biomasse bezeichnete Energieträger zeichnet sich durch eine große Flexibilität und ein breites Einsatzspektrum aus.

Eine Form der Nutzung von Pflanzen, pflanzlichen Reststoffen und landwirtschaftlichen Abfällen (z.B. Gülle) ist die Umwandlung in Biogas. Biogas ist ein Gasgemisch, das bei der Vergärung von organischem Material in unterschiedlichen Zusammensetzungen entsteht. Hauptbestandteil ist das energetisch nutzbare Methan. Daher bezeichnet man die unterschiedlichen Verfahren zur Gewinnung von Biogas auch als Methanisierung.

Biogas kann direkt am Ort der Erzeugung genutzt werden, zum Beispiel in Blockheizkraftwerken (BHKW) für eine kombinierte Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme. Es kann weiter aufbereitet in ein Erdgasnetz eingespeist oder als Kraftstoff für den Betrieb von Motoren genutzt werden. Biogas ist speicherbar und spitzenlastfähig. Gegenüber anderen erneuerbaren Energieträgern ist es sehr effizient, da die Einsatzstoffe ganzheitlich verbraucht werden können.

Weitere Vorteile:

Der Einsatz von Biogasanlagen ist daher in landwirtschaftlichen Betrieben sinnvoll, wo Energiepflanzen angebaut werden oder landwirtschaftliche Reststoffe anfallen. In Kommunen, Industrie und Gewerbe können Biogasanlagen für eine Entsorgung und Verwertung organischer Abfälle und Reststoffe eingesetzt werden. Biogasanlagen verringern die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, stärken regionale Strukturen und entlasten Abfalldeponien um bis zu 80%.