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Glossar Waste Management

Abwasserbehandlung
Durch eine Abwasserbehandlung werden Inhaltsstoffe aus dem Abwasser beseitigt. Die im Abwasser enthaltenen Verunreinigungen können in gelöster, ungelöster oder als organische Verbindungen vorkommen. Die Reinigungsverfahren lassen sich nach physikalischen, biologischen und chemischen Prozessen unterscheiden. In sogenannten Abscheideranlagen werden im Vorfeld Abwässer, die mit anderen Leichtflüssigkeiten, z.B. Öle, Fette oder Seifen, vermischt sind, gereinigt.

Biomethan
Bei Biomethan, auch als Bioerdgas bezeichnet, handelt es sich um ein farbloses und geruchloses Gas, das aus Biomasse gewonnen werden kann. Es kann als Ersatz für das aus fossilen Energieträgern hergestellte Erdgas eingesetzt werden. Biomethan setzt letztendlich nur soviel CO2 frei, wie während des Wachstums der Biomasse aufgenommen wurde. Damit handelt es sich um einen geschlossenen CO2-Kreislauf.

Im Biogas findet sich zu etwa 60 % Methan und etwa 35 %Kohlenstoffdioxid, daneben enthält es noch Wasserstoff, Stickstoff und Schwefelwasserstoff.

Depolymerisation
Bei der Depolymerisation werden durch den Verbrauch von energiereichern Phosphaten Polymerverbindungen unter Einfluss von Wärme, Chemikalien, Enzyme, Strahlung und Umgebungsdruck aufgebrochen/gespaltet und in kurze Strukturen verwandelt. Die folgende Hydrierung des Depolymerisates ermöglicht das Recycling von Altkunstoffen. Das draus erhaltene Rohöl kann in der Öl- und Chemiebranche als Rohstoff wiederverwertet werden. Aus Kunststoffabfällen können über eine Depolymerisation rund 80% in Form von Ölen und Kraftstoffen zurück gewonnen werden.

Auch aus Holz, Stroh oder sonstige organische Einsatzstoffe lassen sich per Depolymerisation Biomethan, Diesel und andere Substitute für Kraftstoffe erzeugen, die zum Beispiel zur Stromerzeugung genutzt werden können.

Ecosan
Ecosan steht als Abkürzung für den englischen Begriff "ecological sanitation", was für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Abwasserwirtschaft steht. Es handelt sich dabei nicht um eine bestimmte Technologie, sondern eher um einer neue Betrachtungsweise. Zum einen geht es darum, die im Abwasser enthaltenen Nährstoffe zurück in die Landwirtschaft zu führen, zum anderen um einen sparsamen Umgang mit Wasserressourcen, indem möglichst viel nach der Aufbereitung wiederverwendet werden kann. Als Folge erfahren Gewässer weniger Belastungen. Ein weiteres Verständnis des Begriffs impliziert noch weitere Verfahren des Recyclings und der Energiegewinnung aus Abfallstoffen, wie sie im Bereich der Bioenergie vorkommen.

Hydrierung
In der Chemie bedeutet Hydrierung das Hinzufügen von Wasserstoff an andere chemische Stoffe. Eine häufig durchgeführte Reaktion ist die addierende Hydrierung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen. Die umgekehrte Reaktion heißt Dehydrierung.

Phosphate
Phosphate sind Salze und Ester der Phosphorsäure. Die natürlichen Ressourcen von Phosphaten sind begrenzt. Weiterhin sind viele belastet mit Cadmium und radioaktiven Stoffen. Neben Mineralien kommen Phosphate auch in Klärschlamm vor. Phosphate werden vielfältig eingesetzt. Neben der Hauptnutzung als Düngematerial kommen sie auch in Waschmitteln oder als Zusatzstoffe für Lebensmittel zum Einsatz.

Polymer
Bei Polymeren handelt es sich um chemische Verbindungen. Sie bestehen aus Ketten- oder verzweigten Molekülen, die aus vielen gleichartigen Bausteinen aufgebaut sind. Die meisten Kunststoffe sind den Polymeren zuzuordnen. Dabei sorgt der Kohlenstoff für die Kettenbildung der Moleküle untereinander. Bei dem Vorgang der Depolymerisation werden diese langkettigen Verbindungen aufgebrochen und in kurze Strukturen umgewandelt, sodass letztendlich das Material zersetzt wird.

Raffinerie
In einer Raffinerie werden natürliche Stoffe durch Reinigungs- und Veredlungsprozesse in höherwertige Produkte umgewandelt. Bekanntester Vertreter ist die Erdölraffinerie, aber auch die Bioraffinerie und die Pflanzenölraffinerie gewinnen an Bedeutung. Die Entwicklung von Bioraffinerien steht in Deutschland im Vergleich zu den USA aber noch am Anfang. Eine Bioraffinerie ist eher als ein Gesamtkonzept zu verstehen, in dem die gesamte Biomasse verarbeitet wird. Dort werden nachwachsende Rohstoffe in Werkstoffe, chem. Substanzen und Kraftstoffe umgewandelt.

Recycling
Unter Recycling versteht man den Prozess Abfälle in Form von Sekundärrohstoffen wieder zu verwerten. Diese Verarbeitungsprozesse unterliegen rechtlichen Bestimmungen. In Deutschland bestehen für den Bundesbürger die Systeme von Mülltrennung und Sammelsystemen, die eine gezielte Trennung von Abfallstoffen erzielen sollen. Eine direkte Wiederverwendung von Gegenständen und Materialien ist die umweltfreundlichste Methode zur Weiternutzung von Materialien, da am wenigsten Energie und damit auch CO2 benötigt wird. Nachteile beim Recycling können sich dadurch ergeben, wenn das recycelte Material nicht mehr die ursprüngliche Qualität erreicht. Hier spricht man auch von Downcycling.

Waste Management
Der Begriff das Waste Management beschreibt das, was man in Deutschland allgemein unter Abfallwirtschaft versteht. Dies umfasst die systematische Sammlung, den Transport, das Verwerten und Recyceln von Abfallstoffen. Zunehmende Bedeutung erlangt auch die Energiegewinnung aus Abfallstoffen. Dies können organische Abfälle sein, die aus denen dann beispielsweise Biogas gewonnen werden kann, oder Kunststoffabfälle, aus denen mittels Depolymerisationsverfahren energetisch wertvolle Öle und Fette gewonnen werden.

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